Das besondere Gleitsichtglas (Gleitsichtbrillen)

Gleitsichtglas: stufenlose Sehschärfe
Gleitsichtglas -
stufenlose Sehschärfe

Das Besondere an Gleitsichtbrillen ist das spezielle Gleitsichtglas. Es ermöglicht den stufenlosen Übergang unterschiedlicher Brechkraft des Brillenglases ohne Verlust der Durchsichtigkeit. Im Gegensatz zur Bifokalbrille, bei der beide Bereiche (Nah- und Fernsicht) durch eine klare Kante voneinander getrennt sind, ist der Übergang bei der Gleitsichtbrille fließend.

Wofür braucht man eine Gleitsichtbrille?

Viele kurzsichtige Menschen kennen das: wenn zur (angeborenen) Kurzsichtigkeit im Laufe der Zeit eine (altersbedignte) Altersweitsichtigkeit hinzukommt, hat man ein Problem: die normale Brille ist für das Scharfe Sehen im Nahbereich nicht geeignet. Was tun? Leider heben sich die beiden Effekte nur höchst selten gegeneinander auf, da sie unterschiedliche Ursachen haben (Kurzsichtigkeit: verlängerter Augapfel; Altersweitsicht: nachlassende Akkommodation).

Gleitsichtgläser der Gleitsichtbrille
Funktionsweise einer Gleitsichtbrille dank spezieller Gleitsichtgläser

Man erkennt auf der Abbildung, dass das Gleitsichtglas aus drei Zonen besteht, deren Brechkraft jeweils für eine bestimmte Distanz optimiert sind. Der obere Bereich ist für die Fernsicht von mehr als 2 Meter vorgesehen. Im mittlere Übergangsbereich sind Distanzen von 0,5 bis 2 Metern gut zu erkennen. Und mit dem unteren Brillenglas-Bereich kann man im Nahbereich gut sehen. Das entspricht auch dem, wie wir natürlicherweise meist sehen: Für alles, was weit entfernt ist, richten wir unsere Pupillen meist eher nach oben, und alles, was nah dran ist, wird meist mit leicht gesenkten Pupillen betrachtet (zum Beispiel ein Buch).

Herstellung von Gleitsichtglas

Zur Herstellung von Gleitsichtglas heißt es bei Wikipedia: "Das erste Gleitsichtglas wurde im Jahr 1959 in Frankreich entwickelt und hatte die Bezeichnung Varilux1. Heute firmiert das Unternehmen unter dem Namen Essilor und führt ihr Gleitsichtglassortiment noch immer unter dem Namen Varilux. Essilor ist mittlerweile Weltmarktführer im Vertrieb von Brillengläsern und betreibt auch mehrere Standorte in Deutschland.

Die weltweit ersten individuellen Gleitsichtgläser, die persönliche Eigenheiten des Trägers berücksichtigen, sollen im Jahr 2000 annähernd zeitgleich von den deutschen Glasherstellern Rodenstock und Carl Zeiss auf den Markt gebracht worden sein.

Die Fertigung von Gleitsichtgläsern unterliegt der DIN EN ISO 8980." Quelle

Quellen: Zeiss.de

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