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Die Lesebrille korrigiert eine Altersweitsichtigkeit - Wissenswertes über Lesebrillen

Warum braucht man eine Lesebrille?

Mit zunehmendem Alter lässt die Sehkraft des Auges nach. Ursache ist eine Verhärtung der Augenlinse. Dieser ganz natürliche Alterungsprozess setzt etwa mit dem 35. Lebensjahr ein. Die Folge ist eine nachlassende Akkommodationsfähigkeit des Auges. Warum kann man dadurch schlechter sehen? Vereinfacht gesagt: Akkommodation ist die Fähigkeit, die eigentlich elastische, formbare Augenlinse mit Muskelkraft so zu verändern, dass man nahe und entfernte Dinge "auf scharf stellen" kann.

Akkommodation
Akkommodation - Die Augenlinse kann durch Muskelkraft aktiv verändert werden

Die aktive Verformung der Linse bewirkt eine unterschiedliche Brechung des Lichtes. Entscheidend für das "Scharfsehen" ist, dass das Abbild auf einem möglichst kleinen Punkt auf der Netzhaut abgebildet wird.

Was passiert bei Altersweitsichtigkeit?

Die Akkommodationsfähigkeit nimmt ab man spricht von "Altersweitsichtigkeit" (lat. Presbyopie). Die Linse verhärtet langsam, vermutlich durch herumschwimmende Proteine, die sich zu Klumpen zusammenfügen. Solange die Linse weich und flexibel ist (in jungen Jahren), wird sie durch den entspannten Ziliarmuskel in die Länge gezogen. Bei angespannten Ziliarmuskel wird sie nicht mehr gezogen, sondern kann sich in ihre Kugelgestalt ausdehnen (möglicherweise wird sie auch vom Ziliarmuskel "geschoben" und gestaucht) - so kann man gut in der Nähe sehen.

Wenn die Linse im Alter verhärtet, dehnt sie sich nicht mehr von alleine in Richtung Kugelgestalt, so sehr man sich auch anstrengt. Sie bleibt einfach von sich aus relativ flach - mit der Folge, das man im Nahbereich nicht mehr scharf sehen kann.

Ab wann braucht man eine Lesebrille?

Das ist in der Regel ein schleichender Prozess - man bemerkt ihn zunächst überhaupt nicht. Irgendwann empfindet man dann das lesen "als anstrengend". Der Grund ist, dass man die Augenmuskeln dauerhaft stark anspannt. Und wiederum ein paar Monate oder Jahre später klappt das Umschalten auf Nahsicht dann gar nicht mehr. Dieser Prozess beginnt so um das 35. Lebensjahr herum, bei manchen eher, bei anderen später. Bei einigen wenigen erst sehr viel später (die haben Glück :-). Die folgende Kurve zeigt, dass dass die maximale Sehweite zwischen dem 40. und dem 50. Geburtstag in der Regel rapide abfällt, von ca. 20 cm auf über 50 cm:

Verschlechterung der Akkommodationsfähigkeit
Minimale Sehweite - Verschlechterung der Akkommodationsfähigkeit mit zunehmendem Alter

Kleinkinder können im Nahbereich noch sehr gut sehen - das ist auch logisch und sinnvoll, denn sie erkunden mit ihren kurzen Armen ja zunächst die nächste Umgebung. Aber je älter man wird, um so schwächer wird die Sehkraft im Nahbereich. Die typische Lesehaltung von älteren Menschen sieht daher so aus:

Typische Lesehaltung bei Alterssichtigkeit
Typische Lesehaltung bei Alterssichtigkeit

Die Lesebrille korrigiert die Altersweitsichtigkeit

Glücklicherweise kann man diese Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) mit einer Brille korrigiert werden. Da man eine solche Brille überwiegend zum Lesen benötigt, spricht man auch von einer Lesebrille. Eine Lesebrille ist eine sog. "Einstärken-Brille": sie ist nur für eine bestimmte Entfernung optimiert, in der Regel so ca. 30 cm.

Lesebrille
Lesebrille

Zwei Brillengestell-Typen für Lesebrillen

Lesebrillen haben einen Nachteil: man braucht sie nur zum Lesen. Daher haben sich zwei Gestell-Typen durchgesetzt: zum einen die "Halbbrille", bei der sozusagen die obere Hälfte abgeschnitten ist. Diese Lesebrille kann man dauerhaft auf der Nase tragen: wenn man liest, schaut man nach unten durch die Brille, wenn man aufsieht, blickt man über die Brille hinweg.

Die zweite Variante ist mehr oder weniger eine Vollbrille, die man stets absetzen muss, wenn man nicht mehr lesen möchte. Da man sie leicht verlegt oder vergisst, tragen viele Manschen die Lesebrille an einem Brillenband, dass wie eine kette um den Hals hängt.

Lesebrille
Lesebrille

Was kostet eine Lesebrille?

Lesebrille haben, wie gesagt, "Einstärke-Brillengläser". Daher sind sie verhältnismäßig kostengünstig. Man bekommt sie bei Online-Optikern bereits ab ca. 30 Eur.
Mehr bei brillen-sehhilfen.de/Lesebrillen/

Worauf sollte man beim Kauf einer Lesebrille achten?

Natürlich sollte die Brille gut aussehen - logisch. Außerdem sollte sie möglichst leicht sein. Es bietet sich daher an, über eine randlose Brille nachzudenken. Außerdem sollte man vorher einen Sehtest bei einem Augenarzt oder Optiker machen lassen. Denn die Werte der beiden Augen können voneinander abweichen - das spricht auch eindeutig gegen einen Kauf einer Lesebrille in der Drogerie oder im Supermarkt. Ein Brillenband sollte man sich gleich mitbesorgen, es kann sehr nützlich ein. Und natürlich sollte man sich hinsichtlich der Stabilität gedanken machen: wenn einem zum Beispiel ständig Enkelkinder beim Vorlesen die Brille von der Nase reißen, sollte die Lesebrille eine gewissen Grundstabilität haben - sonst ist es schnell vorbei mit dem Vorlesen ...

Krankenzusatzversicherung für Brillen?

Vor allem bei Gebrauchsgegenständen wie einer Lesebrille möchte man von Zeit zu Zeit etwas abwechslung haben. Aber das kostet natürlich Geld. In unserer Gesellschaft nutzen viele daher das Prinzip einer Zusatzversicherung. Es ist eine private Krankenzusatzversicherung für Brillen, die man unabhängig von der eigentlichen Krankenversicherung abschließen kann. Mehr Informationen dazu siehe Krankenzusatzversicherung Brille.

Augenoptiker-Finder

Wenn Sie einen Optiker in Ihrer Nähe suchen, benutzen Sie einfach das Optiker-Verzeichnis von brillen-sehhilfen.de:

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