Der Sehtest als Augentest als Kunst
Sehtest Bilder sind mehr als nur medizinische Tafeln zum Prüfen des Sehsinns. Auf dieser Website finden Sie eine Reihe von Sehtests. Es sind "Augentests", die dem Prüfen der visuellen Wahrnehmung dienen. Allerdings haben sie einen anderen Fokus als übliche Sehtest-Seiten: alle Bilder und Videos stammen von dem Künstler Martin Mißfeldt, der sich seit fast 20 Jahren mit der Funktion und Ästethik von Sehtests, Augentest und Farbtafeln beschäftigt. Können Sehtests auch Kunst sein? Bitte beachten Sie, dass diese online-Sehtests niemals einen Test bei einem Optiker oder Augenarzt ersetzen können. Der Grund ist einfach: Während die gedruckten Farbtafeln beim Augenarzt stets eindeutig und lichtecht sind, kann es bei einem Monitor - je nach Einstellung - zu teilweise erheblichen Abweichungen in der Darstellung kommen. Sie können zwar eine Sehschwäche in ihrer Tendenz erkennen, aber niemals exakt. Mehr "Kunst-Sehtests" oder über "Farben sehen - Farbschwäche Allgemein"
Optische Täuschungen und Illusionen - auch Sehtests
Optische Täuschungen und visuelle Illusionen sind etwas ganz Normales. Das menschliche Auge ist kein technischer Apperat, der eine "objektive Natur" abscannen soll. Vielmehr liefert das Auge Informationen der visuellen Umgebung, die mit dem im Gehirn vorhandenen Bild von Wirklichkeit in Einklang gebracht werden. Das Auge nimmt also das wahr, was (biologisch gesehen) nützlich ist. Überflüssige Informationen zu verarbeiten wäre "Energieverschwendung". In diesem Zusammenhang haben sich im Auge einige "Verarbeitungsmechanismen" als besonders hilfreich erwiesen.
Optische illusion: geborgene Linien? (Quelle)
Optische Täuschung (Quelle)
(Hier die Erläuterung zu dem Bild: "Optische Täuschung: alte oder junge Frau?")
Diese Verarbeitungstricks haben nicht mit der "Realität" zu tun, sondern zeigen die optimierte Funktionsweise des Auges. In vielen kleinen anschaulichen Bildern zeigt diese Serie, wie das Auge funktioniert. Die "Optischen Täuschungen und Illusionen" machen klar, wie genial sich das Auge entwickelt hat. Hier eine Reihe von coolen Videos mit optischen Illusionen. Das Sehtest-Bild rechts ist neu in dieser Galerie, hier die Erläuterung dazu: Optische Täuschung: Sehtest-Bild mit "negativem" Text.
Rot-Grün-Sehtests: Bilder und Videos
Zunächst ein Video mit "tanzenden" roten und grünen Punkten. Können Sie erkennen, was zu sehen ist?
Sehtest-Bilderserien zur Rot-Grün-Schwäche
Diese Website enthält drei Bilderserien, die die weit verbreitete Rot-Grün-Schwäche behandeln. Die erste Serie enthält die Standard-Sehtest-Bilder nach Ishihara, die in ähnlicher Form (s.o.) auch beim Optiker oder Augenarzt vorgeführt werden. Diese Serie basiert auf dem Konzept des japanischer Augenarztes Ishihara.
Die zweite Serie zeigt Farbfafeln ("Augenbilder"), die den herkömmlichen Tests nachempfunden sind. Sie sind von Martin Mißfeldt (Blog) im Jahr 1993 gemalt worden. Ebenso die dritte Serie, die im Unterschied zu den ersten beiden Bilderserien mit farbigen Hintergründen arbeitet.
Interaktiver Sehtest und Sehtest-Videos - Visuelle Experimente in Rot und Grün
Von 1996 stammt der "interaktive Sehtest", bei dem der Benutzer selbständig die Einstellungen verändern kann. Gerade für Menschen mit einer Farb-Fehlsichtigkeit, speziell Rot-Grün-Schwäche, sicherlich ein interessantes Instrument. Im Jahr 2008 hat Martin Mißfeldt eine Reihe von Sehtest-Videos realisiert. Dabei ging es im Besonderen um die Frage, inwiefern die Bewegung der farbigen Punkte zu einer veränderten Wahrnehmung des Sehtest-Bildes an sich führt. Eher künstlerisch, aber nicht minder interessant, ist das Video "Tanzende Punkte".
Hintergrund-Informationen zur visuellen Warhrnehmung
Sehtests überprüfen das sehen, und damit die Augen. Diese Website bietet eine Reihe von Hintergrund-Informationen zum Thema Sehschwäche, Farbfehlsichtigkeit, "Wie funktioniert sehen?" und ähnlichem.
Was ist Sehen?
"Sehen" wird medizinisch/wissenschaftlich visuelle Wahrnehmung genannt. Die visuelle Wahrnehmung ist die Fähigkeit, Informationen aus der physischen (materiellen) Umgebung mit Hilfe von sichtbarem Licht zu deuten. Die Organe, die diese Licht aufnehmen und verarbeiten, sind die Augen. Das Auge wird auch als "Sinnesorgan" bezeichnet. Der physiologische Prozess der visuellen Wahrnehmung ist sehr genau untersucht worden und die Wirkungsweise des Auges und die Übertragung der Information an das Gehirn sind plausibel geklärt. Das so genannte "visuelle System" ist für viele Forschungszweige wie zum Beispiel Psychologie, Kognitions-und Neurowissenschaft und Molekularbiologie von wichtiger Bedeutung.
Wie kommt das Licht ins Gehirn?
Sehens beginnt damit, das Licht von den Dingen reflektiert wird. Diese Lichtstrahlen gelangen über die Linse des Auges in das Innere des Augapfels. Dort trifft es, durch die Linse gebündelt, auf der Rückseite des Augapfels auf die Netzhaut (auch "Retina" genannt). Die Netzhaut ist im Grunde ein vorgelagerter Teil des Gehirnes, denn sie besteht auch, wie das Gehrin, aus Nervenzellen.
Zwei besondere Zelltypen, die sogenannten Stäbchen udn Zapfen, können die Energie des Lichts, das Photo, in ein elektrisches Signal umwandeln. Dieser elektrische Nervenimpuls wandert dann durch eine Vielzahl von hierarchischen Nervenverknüpfungen. Dabei werden bestimmte Informationen durch das Zusammenwirken vieler Impulse verstärkt, andere schwächen sich ab und verschwinden. Die so gefilterte visuelle Information wird dann über die Sehbahn ins den primären und sekundären visuellen Kortex des Gehirns weitergeleitet.
Wie wird das Bild im Gehirn zusammengesetzt?
Diese Frage ist bewußt falsch formuliert. Denn es gibt nach wie vor viele Menschen, die glauben, dass das Bild im Gehirn wieder "rekonstruiert" werden müsste. Im Mittelalter glaubte man, dass es im Gehrin ein Wesen namens "Humunkuls" gab, dass dieses Bild sah und quasi "übersetzte". Das ist alles Quatsch. Im Gehirn entsteht durch die fein differenzierten Nervenimpulse eine Art "Aktivitäts-Cluster". Dieses Zusammenspiel von Nervenzellen ist das, was wir "visuelles Bild" nennen. Was wir als "visuelle Realität" bezeichnen, ist im Grunde das Resultat eines hochentwickelten Filterprozesses.
Die Welt ist anders als wir sie sehen!
Man kann also - philosophisch betrachtet - daraus folgern, dass die Realität um uns herum auf jeden Fall (objektiv gesehen) anders sein muss als das, was wir sehen. Und wenn man nicht richtig sehen kann, hilft vielleicht eine Sehhilfe.
Brille gegen Kurzsichtigkeit
Bild: Blick durch eine Brille bei Kurzsichtigkeit (ca. 3 Dioptrin). Bei Kurzsichtigkeit hat man Probleme, Dinge, die entwas weiter entfernt sind, scharf zu erkennen. Eine Brille gleicht diese Schwäche aus. (Bildmontage)
Die Seite "Sehtest-Bilder" bietet hoffentlich die Informationen, die Sie suchen. Viel Vergnügen.







